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Friedrich Hog berichtet:
Mandy
Strobel
From Then Till
Now
Songhouse
My Cabin On The Hill /
Where Did All The Whittlers Go / From Then Till Now /
Texas Blues In Tennessee / See That Golden Moon / Apple Picking Time /
The Waltz Of The Whispering Wind / Thunder Storm / A Singer Named Mandy /
Old Age Is Creeping Up On You /

Die Zahl „zwei“ zieht
sich wie ein roter Faden durch die fünfte CD von Mandy Strobel. Zwei Fotos
von Mandy zieren das Frontcover, Mandy jetzt und Mandy damals, mit
ungefähr 14 Jahren. „From Then Till Now“ daher auch der Titel des Albums.
Zwei Leute haben alle Lieder gemeinsam geschrieben, Ron Davis die Texte,
Mandy Strobel die Musik. Ferner waren es zwei Leute, die in Nashville im
Studio die Instrumente eingespielt haben, Produzent Brent Moyer und Mandy
Strobel selbst. Schließlich sind es zwei musikalische Gäste, die Mandy in
Duetten begleiten. Wie bei „The Last Hank“ hat Joe Sun zwei Mal die Duette
eingesungen, eine Duettaufnahme hat Mandy mit der wunderbaren Sängerin
Katja Kaye eingesungen. Das Album ist die Nummer 1 in einer Serie von fünf
CD’s, die sukzessive in einer Reihe zum Thema erscheinen sollen. Hierzu
wird Mandy bereits zwei Tage nach dem Johnny Cash Memorial Day im
Schützenhaus Leipheim wieder zu Brent Moyer nach Nashville fliegen.
Der Sound der CD ist, wie bei allen Brent Moyer Produktionen,
hervorragend. Auch wenn diesmal weniger Musiker dabei sind, als bei den
beiden zuvor von Brent Moyer produzierten Alben von Mandy Strobel, ist
doch keine musikalische Lücke erkennbar, vielmehr haben die Meister ihres
Faches erkannt, was man weglassen kann, um den Blick auf das Wesentliche
nicht zu verstellen. Das sind die Texte und die kommen von Ron Davis, der
die CD gemeinsam mit seiner Frau Emma erstmals im Auto auf dem Weg zum 27.
Internationalen Kötzer Country Music Festival gehört hat. Beide haben nach
ihrer Ankunft versichert, dass sie außerordentlich erfreut über die
Ergebnisse waren, und die CD mehrfach hintereinander gespielt haben.
Radioweltprimäre hatte die CD am 26. Juli 2010 mit drei Stücken in der
Sendung „Antistatic Country Time“ beim Ulmer Sender „Radio free FM“. Mit
dem Cash Memorial Day wird sie allgemein zugänglich und die Fans von Mandy
dürfen sich auf eine persönliche Zeitreise des Künstlers freuen, die weit
über die eigene Geschichte von Mandy hinausreicht. Zunächst freut er sich
in „My Cabin On The Hill“ auf einen Abstecher aus der stressigen Stadt,
fast schon mit leichtem Bluegrass-Einschlag. „Where Did All The Whittlers
Go“ stellt ebenfalls auf eine gemütlichere Zeit ab, als noch Leute in den
Straßen anzutreffen waren, die sich die Zeit mit Schnitzen vertrieben
haben. Wie stimmig das alles ist, wird spätestens im autobiographischen „From
Then Till Now“ deutlich, das Ehefrau Elsy gewidmet ist. Hier wird auch
deutlich, dass man mit Country Music ohne Fremdeinflüsse bestens auskommen
kann, wenn man etwas zu vermitteln hat. Jimmie Rodgers, der Vater aller
Musik ab dem 20. Jahrhundert, steht auch am Anfang von „Texas Blues In
Tennessee“, „T For Texas, T For Tennessee ...“.
Im Stil von Johnny Cash setzt Mandy fort in „Apple Picking Time“, „The
Waltz Of The Whispering Wind“ bringt Duettpartnerin Katja Kaye zu Gehör,
die zufällig zeitgleich in Music City USA verweilte. Mit viel
Augenzwinkern kommt „A Singer Named Mandy“ daher, da Mandy eigentlich ein
weiblicher Name ist, aber Johnny Cash hatte ja auch schon von „A Boy Named
Sue“ gesungen, und das in ganz ähnlicher Weise. Joe Sun tritt bei „Old Age
Is Creeping Up In You“ in Erscheinung, eine ironische Betrachtung des
Älterwerdens, das ganz automatisch über einen reinbricht, falls man mit
dem Zahn der Zeit nicht vereinbart hat, dass er einem nicht zusetzt, da
man ihm ja auch nichts tut. Beim „Heavenly Hoedown“ ist Joe Sun nochmals
mit dabei.
Mit dieser CD hat Mandy Strobel einen weiteren Meilenstein gelegt, was
echte Country Music angeht. Dass er in Deutschland lebt, verdeckt hier
nicht den Blick auf die Tatsache, dass er mit dem Herzen im Land der
Country Music angesiedelt ist
(c) 2010
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Text : Friedrich Hog

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